
Henning Hans
»Ist es Chemie, wie man sich fühlt? Ist es Physik, wenn jemand stirbt?« Erzählungen aus enger werdenden Räumen und Schwimmversuchen aus ihnen heraus, vom auflösen und sträuben in den Abgasen der 2020er Jahre. „Gab es jemals Zeilen, die eine größere Traurigkeit in sich trugen?“ fragte der Musikexpress beim Debütalbum von 2021. »Und durch die Adern singt ein Wind« kommt ein Stückchen heller daher, läuft einer Fügung und einem Ausgleich nach, sammelt dabei aber trotzdem drei Kilo Melancholie auf wie neue Schuhe Laub im Regen. Was tun, wenn man irgendwann merkt, dass Innen und Außen immer steiler gegeneinander stehen? »Ich bin Utopist, ich sage nichts« Musikalisch getragen wird die Musik von Henning Hans von Postpunk-Erinnerungen an Ja Panik, Pauls Jets oder Tocotronic, die verwoben werden mit zerstückelten Loops, brüchigen Synthies und auch ein bisschen amtlicher Punkrock-Produktion. Zuhause im Bett und im Studio Wong in Kreuzberg wurden acht Songs (+1 Skit) aufgenommen, die ein bisschen mit einem fremdeln, antäuschen und dann trotzdem ganz nah kommen. Abgemischt und gemastert von Joe Joaquin (Tristan Brusch, Muff Potter, Annenmaykantereit). Kann man sich anhören. Und vielleicht danach etwas Fröhliches. Henning Hans lebt im Ruhrgebiet und Berlin. Pressestimmen (2021) „Der beste Tomte-Titel, den Tomte nie geschrieben haben.“ Plattentests.de – 8/10 „Gab es jemals Zeilen die eine größere Traurigkeit in sich trugen?“ Musikexpress – 4/6 „Die Schiller’schen Zeilen klangen selten so durch und durch unelysisch wie bei Henning Hans“ Deutschlandfunk Kultur „Die Entdeckung der Woche.“ Tagesanzeiger